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Es besteht eine Pflicht zum Energieausweis!

Energieausweis-Service

Der Energieausweis ist seit Jahren in aller Munde. Gerade beim Immobilienverkauf spielt er inzwischen eine maßgebliche Rolle. Sowohl beim Hausverkauf wie auch beim Wohnungsverkauf gehört er zu den notwendigen Unterlagen, die unbedingt vorzulegen sind. Beim Verstoß gegen die Bestimmungen der Energieeinsparverordnung wiederum drohen Bußgelder. Lesen Sie hier alles, was Sie zum Thema Energieausweis wissen müssen, wie Sie für Ihre Immobilie einen bekommen, und was es zu beachten gilt.

Die Energieeinsparverordnung als Grundlage

Die Energieeinsparverordnung in Deutschland ist Teil der Energie- und Klimaschutzpolitik. Sie steht im engen Zusammenhang mit den staatlichen Verordnungen zu Wärmeschutz und Heizungsanlagen. Bei der Energieeinsparverordnung geht in erster Linie um eine höhere Energieeffizienz in der Gebäudenutzung.

Die vorgeschriebenen Bestimmungen und Standards sollen nicht nur die CO2-Ausstoß verringern. Zwar greift die Verordnung kaum in zuvor gebaute Gebäude ein, doch können Renovierung und Modernisierungsmaßnahmen erforderlich werden. Beim Verkauf und bei der Vermietung von Immobilien ist die Vorlage des Energieausweises inzwischen Pflicht.

Es gibt Förderprogramme für Erneuerungsmaßnahmen zur Erhöhung der Energieeffizienz. Der Antrag zur Förderung durch die KfW allerdings setzt dafür höhere Standards an als bei Neubauten. Informieren Sie sich genau über die Voraussetzungen vor der Antragstellung.

Immobilien: Der Energieausweis ist Pflicht

Als Immobilieneigentümer sind Sie seit dem 1. Mai 2014 dazu verpflichtet, einen Energieausweis zu Ihrer Immobilie vorzuweisen. Es gibt auch Ausnahmen: Gebäude unter Denkmalschutz oder mit einer Nutzfläche von weniger als 50m² sind dieser Pflicht enthoben. Gebäude, die ohnehin abgerissen werden sollen, benötigen ebenfalls keinen Energieausweis.

Die Angaben müssen der Energiesparverordnung entsprechen und betreffen beispielsweise das Baujahr, die Heizungsart und den Energieverbrauch in Kilowattstunden pro Quadratmeter. Diese Angaben sollten bereits in Inseraten zur Vermarktung einer Immobilie genannt werden. So haben die Interessenten die Möglichkeit, bereits bei der Suche nach Kauf- oder Mietobjekten die Energiekosten abzuschätzen und zu vergleichen.

Wie der Energieausweis funktioniert

Grundsätzlich gibt es zwei Energieausweisarten: einerseits den Verbrauchsausweis, andererseits den Bedarfsausweis. Beide haben eine Gültigkeit von zehn Jahren. Der Verbrauchsausweis:

  • beschreibt den tatsächlichen Energieverbrauch,
  • basiert auf den Verbrauchswerten der letzten drei Jahre (Abrechnungen),
  • kostet in der Regel zwischen 50 und 100 Euro.

Der Bedarfsausweis hingegen:

  • basiert auf einer Analyse des Gebäudes,
  • berücksichtigt Wände, Dach, Heizanlage und Fenster,
  • beschreibt den theoretischen Bedarf,
  • hat eine große Preisspanne (knapp über 100 bis zu 1.000 Euro).

Der Eigentümer muss für Vermietung und Verkauf den Bedarfsausweis in Auftrag geben und kann nicht frei zwischen Verbrauchs- und Bedarfsausweis entscheiden, wenn:

  • weniger als drei Nachweise zu den Verbrauchswerten vorliegen,
  • der Bau des Gebäudes vor November 1977 beantragt wurde,
  • das Gebäude höchstens vier Wohnungen umfasst.

Ausstellung eines Energieausweises

Bei Dokumenten stellt sich immer die Frage danach, wer das entsprechende Dokument ausstellt. Bitte beachten Sie, nur Fachleute mit entsprechender Qualifikation einen Energieausweis ausstellen dürfen. Zur Ausstellung eines Energieausweises wird eine Zusatzqualifikation benötigt:

  • Abgeschlossene Fortbildung: energiesparendes Bauen nach EnEV 2014 Anlage 11
  • Studienschwerpunkt energiesparendes Bauen
  • Zwei Jahre Berufserfahrung im Bereich Bau oder Anlagentechnik
  • Sachverständiger für energiesparendes Bauen oder Anlagentechnik im Hochbau (öffentlich bestellt).

Geeignete Personen verfügen entsprechend über:

  • einen Hochschulabschluss oder ein abgeschlossenes Schwerpunktstudium (Architektur, Innenarchitektur, Physik, Bauphysik, Hochbau, Bauingenieurwesen, technische Gebäuderüstung, Maschinenbau oder Elektrotechnik)
  • die Zulassung zur selbstständigen Tätigkeit als Schornsteinfeger oder Techniker in den Bereichen Bau, Ausbau und Anlagentechnik.

Weitere zur Ausstellung berechtigte Personen sind je nach Bundesland zugelassen, sowie bestimmte Energiefachberater und Energieberater vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAfA).

Die Ausstellung eines Energieausweises in unqualifizierter Eigenregie kostet. Hierbei ist mit einem Bußgeld von bis zu 15.000 Euro zu rechnen.
Dieses Bußgeld droht auch, wenn kein Energieausweis vorgelegt wird.

Wann spielt der Energieausweis eine Rolle?

Der Energieausweis ist Pflicht. Damit ist er zu verschiedenen Zeitpunkten vorzulegen. Vor allen Dingen wird er in folgenden Momenten benötigt:

  • Vermarktungsprozess – Angaben in den Anzeigen
  • Besichtigungstermin – Teil der vorzulegenden Dokumente
  • Vorbereitung des Kaufvertrags – Voraussetzung für die notarielle Beurkundung
  • Eigentümerwechsel – der Ausweis gehört zur Immobilie und wird vom Käufer mit der Immobilie gemeinsam erworben.

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