Immobilienfinanzierung, Finanzierung, Finanzierungsrechner, mieten oder kaufen, Immobiliendarlehen,
Wir zeigen Ihnen das Herzstück der Finanzierung!

Immobiliendarlehen erklärt

Der Kauf einer Immobilie ist eine große Investition. Auch mit einem überdurchschnittlichen Gehalt ist kaum damit zu rechnen, dass entsprechende Summen innerhalb von kurzer Zeit beglichen werden können. Das gilt grundsätzlich und vollkommen unabhängig vom Eigenkapital. Das Konzept des Darlehens ist daher nicht nur eine Option, sondern sollte ernsthaft in Erwägung gezogen werden. Im Folgenden finden Sie einige Informationen zum Immobiliendarlehen.

Grundlagenwissen: Was ist ein Darlehen?

Darlehen ist nicht gleich Darlehen, und Darlehen ist nicht gleich Kredit. Genau genommen ist ein Darlehen eine langfristige Art von Kredit. Der Kreditüberbegriff kann auch von kürzeren Laufzeiten ausgehen: für kurzfristige Kredite sogar weniger als ein Jahr. Mittelfristige Kredite umfassen meist ein bis vier Jahre.

Gegenstand eines Darlehens kann entweder Geld oder eine Sache sein und wird dem Darlehensnehmer – vorübergehend – zur Verfügung gestellt. Für ein Gelddarlehen ist die Summe zuzüglich des vereinbarten Zinses zurückzuzahlen.

Wie bekomme ich ein Immobiliendarlehen?

Die wenigsten wissen, dass nicht nur Banken für ein Immobiliendarlehen infrage kommen. Ein kurzer Überblick über mögliche Geldgeber könnte so aussehen:

  • Banken
  • Sparkassen
  • Versicherungen
  • Verwandte und befreundete Privatpersonen
  • Arbeitgeber.

Für die Zusage zu einem Immobiliendarlehen sollten Sie Ihrem Darlehensgeber eine Ausfertigung des Kaufvertrages zur Verfügung stellen. Die Zusage brauchen Sie als Absicherung Ihrer Zahlungsfähigkeit gegenüber dem Verkäufer und auch beim Notar. Mit dem notariell beurkundeten Kaufvertrag allerdings wird das Darlehen erst gewährt und vertraglich festgehalten. Und das ist auch gut so, denn sollte der Kaufvertrag doch nicht zustande kommen, bräuchten Sie weder das Darlehen für das spezifische Objekt, noch sollten Sie die entsprechenden Zinsen bezahlen müssen.

Ein Finanzierungsangebot ist noch keine Zusage. Die Zusage ist verbindlich und sichert Ihnen zu, dass das nötige Darlehen auch gewährt wird. Für diese Zusage muss das Angebot erst angenommen und mittels aller nötigen Unterlagen angefordert worden sein.

Wann brauche ich es?

Das Immobiliendarlehen sollte immer in der Eigenheimfinanzierung mit in Betracht gezogen werden. Damit ein Kaufvertrag überhaupt abgeschlossen werden kann, muss der Interessant vor allen Dingen zahlungskräftig sein. Dafür reicht die Berechnung des Eigenkapitals zumeist nicht aus. Daher ist die Kreditwürdigkeit des Interessenten zuerst zu überprüfen, bevor die Verhandlungen begonnen und vorangetrieben werden können. Der Immobilienmakler übernimmt diese Überprüfung.

Ist das Kaufinteresse bekundet und die Kreditwürdigkeit bestätigt, geht es für den Abschluss des Kaufvertrags zum Notar. Zu diesem Termin spätestens muss der Interessent die Zusage seiner Bank für das Immobiliendarlehen vorlegen können.

Zur Abschätzung Ihrer persönlichen Situation finden Sie mehr Informationen auf unseren Folgeseiten. Mehr zur Finanzierung an sich finden Sie unter Finanzierung leicht gemacht. Falls Sie noch abwägen, ob ein Kauf rentabel ist für Sie, hilft Ihnen unser Beitrag zu mieten oder kaufen weiter. Sobald Sie konkrete Zahlenwerte berechnen möchten, empfehlen wir Ihnen unsere kostenlose Finanzierungsrechner.

Es ist nicht ungewöhnlich, dass die Zusage bereits früher von der verkaufenden Vertragspartei verlangt wird. Eine Bank kann eine solche Zusage normalerweise nicht innerhalb weniger Minuten ausstellen. Berücksichtigen Sie hier vorsichtshalber den ungefähr zweitägigen Bearbeitungszeitraum.

Unterschiedliche Darlehensarten

So, wie ein Darlehen nur eine Unterart von Kredit ist, so gibt es auch eine unübersichtliche Bandbreite an Darlehensarten. Zu beachten ist hierbei, dass unterschiedliche Geldgeber die Formate verschieden bezeichnen können, letztendlich die Darlehensart sich aber nicht verändert und weiterhin auf bestimmten Formaten basiert. Die grundsätzlichen Unterschiede beziehen sich vor allem auf Laufzeit, Verzinsung und Tilgung. Es folgt eine kurze Liste der beliebtesten Darlehensarten:

Darlehensart Eigenheit
Endfälliges Darlehen Einmaliger Betrag am Ende der Laufzeit zu begleichen; erfordert Sicherheit/Tilgungsersatz
Annuitätendarlehen Jährlich zu begleichende Rate = Tilgung + Zinsen, bleibt gleich
Tilgungsdarlehen Tilgung bleibt konstant, Zinsen basieren auf verbleibendem Anteil und sinken entsprechend
Partiarisches Darlehen Statt oder zusätzlich zu den Zinsen: Gewinnbeteiligung für den Darlehensgeber
Forward-Darlehen Sichern der aktuellen Verzinsungsbedingungen für ein Darlehen für ein spezifisches Projekt; wird erst bis zu 60 Monate später ausgezahlt
Hypothekendarlehen Versichert durch die Grundpfandrechte der Immobilie
Bauspardarlehen Die Differenz aus der angesparten und der Bausparvertragssumme wird als Darlehen zugeteilt; vererbbar

Neben diesen Arten des Immobiliendarlehens gibt es auch bestimmte Möglichkeiten der Förderung. Hinweise dazu finden Sie unter Finanzierung leicht gemacht.

Selbst wenn sich die verschiedensten Modelle bis ins Detail im Internet recherchieren lassen, sollten Informationen online hauptsächlich zu einer ersten Orientierung dienen. Welche Konditionen für Immobiliendarlehen sich realistisch umsetzen lassen und von welcher Bank angeboten werden, finden Sie erst anhand Ihrer Unterlagen und in einer professionellen Beratung heraus.

Anfallende Kosten

Bei Darlehen wie bei Krediten generell wird beispielsweise Geld zur Verfügung gestellt. Das geschieht natürlich unter dem Vorbehalt, dass der Geldgeber ebenfalls Gewinne erzielt. Daher hat derjenige, der ein Darlehen in Anspruch nimmt, mit folgenden Kosten zu rechnen:

  • Zinsen
  • Tilgung (auf einmal oder ratenweise)
  • Bankgebühren (zum Beispiel Kontoführungsgebühren)
  • Versicherungskosten
  • Restschuld (als Folge einer vorzeitigen Kündigung)
  • Verzugszinsen.

Bei einer Immobilienfinanzierung fallen nicht nur die Konditionen des gewährten Kredits an. Nicht zu vergessen in den Kalkulationen sind immer auch die Kosten, die allgemein im Zuge eines Immobilienkaufs entstehen (unter anderem die Grundbucheintragungen und Notar).

Wenn Sie herausfinden möchten, wie viel Sie sich monatlich leisten können, empfehlen wir Ihnen unseren Haushaltsrechner. So können Sie abschätzen, wie hoch eine monatliche Tilgungsrate zum Beispiel sein darf.
HaushaltsrechnerWie hoch ist Ihr verfügbares Monatsbudget?

Was Sie beachten sollten

Beim Thema Eigenheim und beim Immobiliendarlehen entsprechend geht es um beträchtliche Summen. Achten Sie unbedingt darauf, dass:

  1. Die Zusage schriftlich vorliegt, bevor der Kaufvertrag unterzeichnet wird.
  2. Der Vertrag für das Immobiliendarlehen so schnell wie möglich nach der Unterzeichnung des Kaufvertrages abgeschlossen wird. Denn zum einen könnten sich in der Zwischenzeit die Konditionen verschlechtern, und zum anderen sind die ersten Zahlungen recht bald zu leisten.
  3. Manche Darlehen, wie das Arbeitgeberdarlehen oder Privatdarlehen, können ein steuerliches Risiko darstellen. Gewährt Ihnen zum Beispiel Ihr Arbeitgeber ein Immobiliendarlehen, wird die Verzinsung womöglich als geldwerter Vorteil betrachtet. Ein Privatdarlehen erkennt das Finanzamt nur unter marktüblichen (Zins-) Bedingungen an.
  4. Lassen Sie sich von Ihrer Bank beraten, ob Sondertilgungen möglich sind, und zu welchen Bedingungen. Unter Sondertilgungen versteht man die vertragliche Option, das Immobiliendarlehen früher zu tilgen und damit die fälligen Zinsen zu reduzieren. Oft gibt es hier Terminfristen.
  5. Jedes Modell hat Vorteile wie auch Nachteile – logisch, sonst gäbe es nicht so viele unterschiedliche Formate von Immobiliendarlehen. Auch jede Ausgangssituation ist anders.
Finanzierung anfragenJetzt Finanzierungsanfrage stellen!

Achten Sie auf Genauigkeit: Lassen Sie sich individuell und genau beraten!