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Wir sagen Ihnen, worauf Sie achten sollten!

Erbschaft

Die Erbschaft ist verbunden mit einer Reihe von Verpflichtungen. Vieles muss geregelt werden und es gibt einiges, was es zu beachten gilt. Während die Trauer im ersten Moment großen Platz einfordert, gibt es wie immer eine Hand voll grundsätzlicher Umstände, die der Reihe nach betrachtet werden sollten. Dadurch vermeiden Sie zusätzliche Unannehmlichkeiten. Hier finden Sie die Hauptpunkte, die Sie zum Thema Erbschaft und Immobilien bedenken sollten.

Bei Erbschaft müssen Entscheidungen getroffen werden

Schätzungen zufolge soll in zwei von drei künftigen Erbschaften eine Immobilie enthalten sein. Das umfasst ganze Häuser, aber auch Eigentumswohnungen und Grundstücke ohne Wohnraum. Der Fall einer Erbschaft mit Immobilien stellt die Erben vor die Wahl:

  • Behalten? – Man selbst könnte einziehen.
  • Vermieten? – Immobilien eignen sich hervorragend zur Geldanlage.
  • Verkaufen? – Bringt Einnahmen und vermeidet Instandhaltungskosten.
  • Das Inventar sichten! – Eigeninitiative oder professionelle Hilfe holen?

Im Fall eines alleinigen Erben gestaltet sich diese Wahl aufgrund von emotionalen Werten schwierig. Für eine Erbengemeinschaft, in der jeder einzelne berücksichtigt werden muss, ist die Entscheidung um einiges komplizierter.

Wenn man gemeinsam erbt

Das Albtraumszenario eines Streits unter den Erben versuchen Immobilieneigentümer idealerweise zu vermeiden und regeln ihren Nachlass frühzeitig. Sollte kein Erbe für die vererbte Immobilie im Testament festgelegt worden sein, tritt die gesetzliche Erbfolge in Kraft. Sie bestimmt, welche Angehörige Teil der Erbengemeinschaft sind und wer welchen Anspruch erheben kann. Hervorzuheben in dieser Frage sind Ehepartner, Eltern, Geschwister, Kinder des Verstorbenen, sowohl ehelich als auch unehelich, und Enkel.

Der noch lebende Ehepartner hat bei der Erbschaft eine besondere Stellung. Die eine Möglichkeit ist, dass zu Lebzeiten eine Zugewinngemeinschaft bestand. Das bedeutet, es wurden während der Ehe Gewinne erwirtschaftet, die wiederum nicht in einem Ehevertrag geregelt wurden. In diesem Fall stehen dem noch lebenden Partner 50% des Nachlasses zu. Die zweite Möglichkeit regelt der gesetzliche Erbanteil. Ohne Zugewinngemeinschaft beläuft sich dieser Anteil auf 25% des Nachlasses.

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Erbschaft und die Steuer

Grundsätzlich ist das Erbe in Deutschland zu versteuern, sobald es über einen Freibetrag hinausgeht. Die Position in der Erbfolge definiert die Steuerklasse, über die jeder einzelne zur Erbschaft besteuert werden soll, und den jeweiligen Freibetrag. Diese werden vom Bundesfinanzministerium vorgeschrieben.

Ist zu erwarten, dass die vorgegebenen Freibeträge überschritten werden, ist es ratsam, einen Sachverständigen mit einem Wertgutachten oder einer Stellungnahme zu beauftragen, um sie dem Finanzamt vorlegen zu können. Zu wissen, um welchen Wert es sich handelt und eine Immobilienbewertung vorzunehmen, empfiehlt sich ebenfalls dann, wenn es darum geht, Miterben auszubezahlen.

Juristisch gesehen gilt eine Erbengemeinschaft erst dann als aufgelöst, wenn der gesamte Nachlass unter den Erben aufgeteilt wurde und keine weiteren Zahlungen mehr zu leisten sind.

Man erbt auch Schulden

Der Begriff der Erbschulden ist ein bekannter. Sollten Sie als Erbe kontaktiert werden, sollten Sie zunächst prüfen, ob der Verstorbene Schulden hatte, und wenn ja, wie hoch diese waren. Übersteigt die Summe der Schulden die des Nachlasses? Treten Sie die Erbschaft an, übernehmen Sie auch automatisch die Schulden und haften womöglich mit Ihrem Privatvermögen. Schlagen Sie das Erbe aus, sollten Sie dazu die Frist von sechs Wochen nach Kenntnis des Erbfalls einhalten.

Im Fall von Immobilien sind Belastungen auf der Immobilie nicht ungewöhnlich. Diese können beim Grundbuchamt eingesehen werden, indem Sie den Erbschein vorlegen. Es können allerdings noch weitere Verbindlichkeiten ohne direkten Bezug zur Immobilie bestehen.

Vorsicht: Mit Beantragung des Erbscheins gilt das Erbe als angenommen. Ebenfalls als Annahme des Erbes gilt der Ablauf der sechswöchigen Frist ohne Erklärung beim Notar oder vor dem Nachlassgericht.

Sichtung der Einrichtung nach der Erbschaft

Man kennt es von der eigenen Wohnung: Über die Zeit sammeln sich Gegenstände an, während sie ihren Nutzwert in manchen Fällen schnell verlieren. In einer Erbschaft finden sich oft Möbel und Gegenstände von emotionalem Wert von ganzen Generationen, zu denen der direkte Bezug nunmehr verloren gegangen ist.

Sollten Sie sich zum Verkauf oder der Vermietung der geerbten Immobilie entschieden haben, muss Platz geschaffen werden – für Raum und neuen Wind. Dies können Sie selbst tun oder in professionelle Hände übergeben. Dazu sollte zwischen Entrümpelungsunternehmen und Experten unterschieden werden, wenn es beispielsweise um den Wert von Antiquitäten geht.

Welche Art von Auftrag Sie nun erteilen wollen: Im Idealfall gehen Sie selbst noch einmal durch die gesamte Immobilie und prüfen die Einrichtung, bevor Sie jemanden kommen lassen. Sehen Sie nach, ob sich in Schränken, Schubladen oder auch unscheinbaren Verstecken noch ein Schatz verbirgt, ob nun von materiellem oder ideellem Wert.

  • Seriöse Entrümpelungsunternehmen bieten eine kostenlose Besichtigung an und schlagen danach einen pauschalen Komplettpreis vor. Lassen Sie sich mehrere Angebote zum Vergleich machen. Achten Sie darauf, dass in den Verträgen keine Klauseln zur Nachberechnung von Einzelpositionen enthalten sind.
  • Auch für eine Einschätzung, in welcher Größenordnung sich das Durchgehen des Bestandes bewegt und wie viel das kosten würde, können Sie sich von einem Immobilienmakler beraten lassen. Er teilt seinen Erfahrungsschatz mit Ihnen und vermittelt Ihnen den Kontakt zum vertrauenswürdigen Profi – ein gutes Argument für Immobilienmakler.
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